Sternwarten-Kuppel Sternwarte Schweinfurt
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Rückblick

2016

Besucherstatistik 2016

Jugendprogramm 'Kids & Teens' 26 Kinder und Jugendliche
Privatführungen 15 Besucher



Umzug der Homepage

Diese Homepage wurde auf neue Server umgezogen, da beim bisherigen Rechenzentrumsbetreiber ein Eigentümerwchsel stattfand und diese Homepage dann auf Server ins Ausland verlegt worden wäre. Anstelle eines Rechenzentrums in München läuft diese Homepage nun in Frankfurt bei einem anderen Dienstleister.





2015

vorläufige Besucherstatistik 2015

Sommerferienprogramm 50 Kinder und Jugendliche
Jugendprogramm 'Kids & Teens' 69 Kinder und Jugendliche
weitere Jugendführung 14 Kinder und Jugendliche
Abend der offenen Sternwarte ca. 200 Besucher
Privatführungen 62 Besucher
Sonnenfinsternis 20.03.2015 > 500 Besucher
Maus Türöffner Tag 03.10.2015 58 Besucher
Naturwissenschaftlicher Verein 62 Besucher



Totale Mondfinsternis im September

Am frühen Morgen des 28.09.2015 fand eine totale Mondfinsternis statt.

Der Vollmond trat gegen 3:10 Uhr in den Kernschatten der Erde ein und erschien von 4:15 bis 5:20 Uhr deutlich verdunkelt mit rötlicher Farbe. Danach wanderte er langsam wieder aus dem Erdschatten heraus und wurde heller. Nachstehende Bilder wurden von Michael Sessler in der Sternwarte gemacht

Mondfinsternis 28.09.2015     Mondfinsternis 28.09.2015

Mondfinsternis 28.09.2015     Mondfinsternis 28.09.2015

Auch Tanja Götzendörfer gelangen ein paar Aufnahmen vom Blutmond:

Mondfinsternis 28.09.2015     Mondfinsternis 28.09.2015

Und nochmal Bilder von der Mondfinsternis aus der Sternwarte Schweinfurt, diesmal jedoch von Tobias Helbig:

Mondfinsternis 28.09.2015     Mondfinsternis 28.09.2015

Mondfinsternis 28.09.2015     Mondfinsternis 28.09.2015

Eine Zeitrafferaufnahme der Mondfinsternis (von Michael Sessler) zeigt die fortschreitende Verfinsterung des Mondes, die Phase der Totalität (manchmal als 'Blutmond' bezeichnet) und die fortschreitende Helligkeitszunahme als der Mond wieder aus den Erdschatten heraus trat bis zum Untergang in der Morgendämmerung.




Partielle Sonnenfinsternis über Mitteleuropa

Am Freitag, den 20. März 2015 fand in der Zeit von 09:30 bis 12:00 Uhr eine partielle Sonnenfinsternis statt, die von Schweinfurt aus gut beobachtet werden konnte.

Sonnenfinsternis


Wie entsteht eine Sonnenfinsternis?

Ein besonderes Himmelsspektakel erwartete uns am 20. März 2015, eine partielle Sonnenfinsternis hat sich direkt am Himmel abgespielt. Dabei wurde von Mitteleuropa aus gesehen die Sonne um bis zu 80 Prozent bedeckt und war als breite Sichel zu sehen. Doch wie entsteht eigentlich eine Sonnenfinsternis?

Zunächst stelle man sich vor, dass die Erde sich auf einer großen Ellipse, einer kreisähnlichen Umlaufbahn, um die Sonne bewegt. Hierfür benötigt sie bekanntermaßen 365,25 Tage. Dies ist auch der Grund, warum wir alle vier Jahre ein Schaltjahr haben. Der Mond wiederum, bewegt sich in etwa einem Monat einmal um die Erde. Sowohl die große aber weit entfernte Sonne als auch der kleine aber ziemlich nahe Mond haben von der Erde aus gesehen zufällig die gleiche scheinbare Größe am Himmel. So kann es sein, dass sich der Mond in die Sichtachse der Erde zur Sonne bewegt und für den Betrachter von der Erde aus die Sonne verfinstert. Man mag meinen, dass es so monatlich zu einer Sonnenfinsternis kommen müsste, jedoch ist die Mondbahn gegenüber der Erdumlaufbahn um die Sonne geneigt und es nur zu einer solaren Bedeckung kommt, wenn alle Faktoren zueinander passen.

Den riesigen Größenunterschied zwischen Mond und Sonne bemerkt man daran, dass die Sonnenfinsternis nicht von allen Orten auf der Erde gleich zu beobachten ist. So war die Sonnenfinsternis in Mainfranken als partielle Finsternis zu sehen, wobei die Sonne um weit mehr als 70 Prozent verdeckt wurde. Für einen Beobachter im Nordatlantik wird die Sonne sogar total bedeckt sein.

Ab 9:33 Uhr schob sich der Mond langsam vor die Sonne um sie dann gegen 10:39 Uhr maximal zu verfinstern. Danach verlies er die Sonnescheibe gemächlich wieder um gegen 11:52 Uhr die Sonne wieder komplett freizugeben.

Sonnenfinsternis


Achtung: Sonne!

Bitte schauen Sie niemals mit bloßem Auge in die Sonne! Keinesfalls dürfen Sie mit Teleskopen, Ferngläsern, Spektiven oder anderen optischen Hilfsmitteln die Sonne betrachten, da diese Geräte das Licht der Sonne noch verstärkt an das Auge weitergeben. Binnen Millisekunden wird Ihre Netzhaut verbrannt und irreparabel beschädigt, es kommt zur Erblindung! Nutzen Sie zum gefahrlosen Betrachten die angebotenen Sonnensichtbrillen (Brillen mit einer speziellen Sonnenfilterfolie) oder beschaffen Sie sich im Fachhandel geeignete Sonnenfilter für Ihre Optik. Sonnenbeobeobachtung gehört zu den gefährlichsten Disziplinen der Astronomie!



Sicheres Beobachten einer Sonnenfinsternis
Das Augenlicht schützen!

Die Beobachtung einer Sonnenfinsternis ist nicht nur für die Amateurastronomen ein reizvolles Naturschauspiel. Die Verfinsterung der Sonne ist weithin für jedermann mit dem bloßem Auge sichtbar, vorausgesetzt es ist ein weitgehend wolkenfreier Himmel gegeben. Doch mit der Beobachtung gehen einige nicht zu unterschätzende Risiken einher.

Man darf nicht vergessen, die Sonne ist ein riesiger Fusionsreaktor, in deren Innerstes unter extremen Bedingungen, sprich großer Temperatur und hohem Druck, die Kernfusion von Wasserstoff- zu Heliumkernen abläuft. Hierbei werden gewaltige Energiemengen freigesetzt. Ein Teil dieser Energie kommt bei uns auf der Erde in Form von fühlbarer Wärme und sichtbarem Licht an, aber auch beispielsweise unsichtbare Ultraviolette Strahlung erreicht unseren Heimatplaneten.

Es gilt die Augen vor der Energie der Sonne zu schützen! Schon bei horizontnaher tiefstehender Sonne fühlen wir uns vom Licht geblendet und kneifen automatisch die Augen zusammen. Dieser Schutzreflex zeigt auf, dass auch für die Beobachtung einer Finsternis ein geeigneter Schutz für das Auge benötigt wird. Der Fachhandel hält für Sonnenfinsternisse sogenannte Sonnensichtbrillen bereit. Diese Brillen sind meist aus Pappe gefertigt und haben eine silberfarbige Folie anstelle von Gläsern. Diese Filterfolie lässt nur 0,001 Prozent des Sonnenlichts passieren und schützt die Augen so zuverlässig vor einer Schädigung. Bei guter Aufbewahrung sind diese Brillen über viele Jahre verwendbar, die Folie darf lediglich keine Fehlstellen wie kleine Löcher aufweisen. Abstand sollte man nehmen von Experimenten mit CDs, rußgeschwärzten Gläsern, Rettungsfolien oder ähnlichem. Die Augen werden dies danken.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn die Sonne mit einem Fernglas, Spektiv oder Teleskop beobachtet werden soll. Jede Optik verstärkt das Sonnenlicht, da das einfallende Licht zur weiteren Beobachtung noch gebündelt wird. Diesen Effekt kann man mit einer Lupe nachvollziehen, die im Sonnenlicht über ein Blatt Papier gehalten wird. Im sogenannten Brennpunkt kann das Papier sogar Feuer fangen. Die teilweise bei Einsteiger-Teleskopen noch kursierenden Sonnenfilter zum Einschrauben in die Okulare sollten am besten gleich im Mülleimer entsorgt werden, da diese nahe des Brennpunktes eingesetzt werden und die verwendeten Gläser platzen können. Schaut man in diesem Moment durch das Teleskop, kann das Auge sehr schwere Schädigungen davontragen und sogar ganz erblinden. Auch hier kann als Objektivfilter die silberfarbene Folie, die in den Sonnensichtbrillen eingesetzt wird, verwendet werden. Diese muss nur vor dem Objektiv, sprich vor der ersten Linse bzw. vor der Lichteintrittsöffnung platziert werden und darf sich nicht von selbst lösen können. Als Bezugsquelle dieser Sonnenfilterfolie sei der Fachhandel genannt.



2014

Besucherstatistik 2014

Abend der offenen Sternwarte ca. 220 Besucher
Schulvorstellung ca. 150 Besucher
Sommerferienprogramm 63 Kinder und Jugendliche
Jugendprogramm 'Kids & Teens' 54 Kinder und Jugendliche
Privatführungen 43 Besucher



Die Astro-AG im Schuljahr 2014/2015 stellt sich vor

Abend der offenen Sternwarte 2015
Bitte klicken Sie das Bild an, für eine größere Darstellung

Erfahren Sie mehr über die Arbeitsgemeinschaft Astronomie der Walther-Rathenau-Schulen! Die Astro-AG ist seit nunmehr drei Jahrzehnten aktiv.
mehr erfahren



Im Portrait: Mars

Der römische Gott des Krieges wurde schon früher sorgfältig beobachtet, galt er doch als Verkünder göttlichen Willens. Am Firmament ist er jedenfalls leicht aufzufinden, erscheint er doch aufgrund seiner Nähe zur Erde ziemlich hell und mit auffällig oranger Farbe. So zog er auch schon die Blicke Keplers auf sich, der durch die Beobachtung der Marsposition die elliptische Form der Planetenbahnen entdeckte. Und jeder hat sicherlich schon von 'Marsmenschen' gehört, denn aufgrund von Beobachtungen von Schiaparelli, der auf Mars 'Kanäle' gesehen hatte, glaubte man schon 1877 Mars sei bewohnt. Diese 'Kanäle', so weiß man heute, waren optische Täuschungen.

Marszeichnung     Marszeichnung
Marszeichungen
Quelle: Florian Köhler
Marsfotografie     Marsfotografie
Marsfotos
Bilder: Thomas Kraus

Das moderne Verständnis für Mars ist nicht zuletzt durch die vielen Sonden gefestigt, die den roten Planeten aufsuchten und dort teilweise auch Rover absetzten. Diese Rover sind zum Teil heute noch aktiv. So ist heute bekannt, dass Mars etwa halb so groß wie die Erde ist und die Oberfläche mit Geröll und Felsen überzogen ist. Dieses Material ist mit Eisenoxid (Rost) versetzt, weshalb der Mars eher orange-rot erscheint. Auffällig sind die beiden Polkappen aus gefrorenem Kohlendioxid mit Wassereis. Außerdem besitzt Mars sowohl den flächengrößten Vulkan Alba Patera mit einem Basisdurchmesser von 1200 km als auch den höchsten Vulkan Olympus Mons mit einer absoluten Erhebung von 26,4 km des Sonnensystems.

Wie findet man Mars? Am abendlichen Himmel, steigt er im März und April ab ca. 21:00 Uhr über den Horizont. Nach 22:30 Uhr steht er dann hoch genug um ihn leichter auffinden zu können. Dies ist auch die beste Zeit für Beobachtung, da er sich dann wieder von der Erde entfernt. Im Mai, ist er bedingt durch die späte Dämmerung nach 22:00 Uhr in der Nähe des Meridians (Nord-Süd-Linie) im Süden zu finden. Auch Juni und Juli ist er nach der Abenddämmerung zu finden.

Aufsuchkarte
Aufsuchkarte Mars
Aufsuchkarte zum Vergrößern anklicken
Grafik erstellt mit Stellarium


Astronomietag 2014

Alljährlich ruft die Vereinigung der Sternfreunde (VDS) den Astronomietag aus. Am 05. April 2014 war es wieder soweit. Zu diesem Termin veranstalteten die verschiedensten Sternwarten, Vereine und Astro-Clubs Beobachtungstreffen damit jeder Interessierte einen Blick in die Tiefen des Weltalls werfen kann.

Das etwas seltsam anmutende Thema des Astronomietags - Weltraumwüsten - zielt auf die vielen Körper in unserem Sonnensystem ab, die eine wüste Oberfläche zeigen. Prominente Beispiele sind Mond oder Mars. Leider war das Wetter an diesem Tag nicht besonders toll, örtlich wurden die Veranstalter mit feinem Sprühregen überrascht, der Saharastaub der in der Atmosphäre war für die Beobachtungsbedingungen auch nicht förderlich. So ist es nicht verwunderlich, dass nicht mal der Mond bei den verschiedenen Veranstaltungen zu beobachten war.





2013

Besucherstatistik 2013

Abend der offenen Sternwarte ca. 200 Besucher
Tag der offenen Schule ca. 100 Besucher
Sommerferienprogramm 69 Kinder und Jugendliche
Jugendprogramm 'Kids & Teens' 66 Kinder und Jugendliche
weitere Kindergruppen 26 Kinder
Privatführungen 106 Besucher



Kleiner astronomischer Jahresrückblick 2013

Seit Anfang des Jahres ist die neue Homepage der Sternwarte Schweinfurt im Netz online. Im ersten Jahr schauten schon annähernd 25.000 interessierte Besucher vorbei. Das ist natürlich Motivation die Seite noch weiter auszubauen und zu erweitern. Im Januar war außerdem unser Abend der offenen Sternwarte, der erneut gut angenommen wurde. Wir zählten ca. 200 Besucher.

Die Astro-AG war dieses Jahr auch nicht untätig und hat das Astro-Zimmer - ein Aufenthalts und Lagerraum der Sternwarte - neu gestrichen. Ebenso konnte eine gutgebrauchte Couch Garnitur besorgt werden.

Eine personelle Änderung prägt 2013 ebenso wie astronomische Ereignisse: Herr Josef Keil, seit über dreißig Jahren betreuende Lehrkraft der Astro-AG hat zum Schuljahreswechsel die Leitung an Herrn Udo Ludwig abgegeben. Herr Josef Keil wird im Februar 2014 seinen Ruhestand antreten.

Die Sternwarte wurde von mehr als 550 Besuchern besichtigt, knapp die Hälfte der Besucher war im Rahmen von Besichtigungsterminen und Führungen Gast bei uns.

2013 könnte man als das Jahr der Kleinkörper (Meteore und Kometen) bezeichnen. Am 15. Februar zerplatzte ein in die Erdatmosphäre eingetretener Meteor über der russischen Stadt Tscheljabinsk. Glücklicherweise sind die Sach- und Personenschäden verhältnismäßig moderat ausgefallen (knapp 4000 beschädigte Häuser und ca. 1500 Verletzte, hauptsächlich durch Schnittverletzungen und Prellungen). Durch zahlreiche Aufnahmen (Autokameras) konnten die Wissenschaftler die Flugbahn und den Niedergang der Bruchstücke exakt bestimmen.

Im März machte der Komet C/2011 L4 (PANSTARRS) von sich reden, der mit bloßem Auge gerade so in der Abenddämmerung sichtbar war. Der Autor konnte ihn auch beobachten und mit einem Teleskop einer Jugendgruppe zugänglich machen. Dieser Komet wurde im Vorfeld auf eine Stufe mit den spektakulären Kometen Hyakutake (1996) und Hale-Bopp (1997) gehoben, enttäuschte aber bei der tatsächlichen Helligkeitsentwicklung.

Aber was soll's: Komet C/2012 S10 (ISON), welcher sich für den Spätherbst angekündigt hatte, musste mindestens ein 'Jahrhundertkomet' werden - so die Erwartungen. Tatsächlich entwickelte sich der Komet beim Anflug auf die Sonne so, wie es zu erwarten war. Bei seiner Umrundung um die Sonne jedoch, wurde er von unserem Zentralgestirn annähernd vollständig zerstört, sodass die sehr hohen Erwartungen leider nicht erfüllt wurden. Dieses Jahr hat eindrucksvoll gezeigt, dass Kometen immer für Überraschungen gut sind und sich schwer vorhersagen lassen. Ein kleines Trostpflaster: Der bisher wenig beachtete Komet C/2013 R1 (LOVEJOY) kann derzeit (Dezember) mit einem Fernglas im Sternbild Herkules beobachtet werden.



Und plötzlich war er da!

Im Sternbild Delfin (Delphinus) hat sich Mitte August eine Nova ereignet. Plötzlich war ein weiterer Stern für einige Tage am Firmament zu sehen bevor er wieder verblasste. Unter einem dunklen Landhimmel konnte man dieses Ereignis gerade so mit bloßem Auge mitverfolgen. Wesentlich einfacher ist der Stern auf relativ kurz belichteten Aufnahmen zu sehen.

Doch was ist eigentlich eine Nova? Eine Nova kann sich in engen Doppelsternsystemen ereignen. Ein weißer Zwergstern umkreist mit seinem Begleiter einen gemeinsamen Schwerpunkt, hierbei fließt Materie vom Begleiter zum weißen Zwerg. In den äußeren Schichten des weißen Zwergsterns kommt es zu gewaltigen Eruptionen, was zur Folge hat, dass der weiße Zwerg eine expandierende Gashülle in den Raum schleudert. Gleichzeitig erstrahlt der Stern plötzlich hunderte Male heller als vorher.



Himmelsregion um Schwan (Cygnus), Leier (Lyra), Pfeil (Sagitta) und Delfin (Delphinus)
Streichen Sie mit dem Cursor über das Bild, dann werden die Sternbildnamen eingeblendet und die Position der Nova markiert.
4 Bilder à 8 Sekunden überlagert, Canon EOS 1100D mit Standardobjektiv, keine Nachführung


Der Herr der Ringe

Nein, wir meinen nicht den allseits bekannten Roman von J. R. R. Tolkien, sondern den zweitgrößten Planeten in unserem Sonnensystem. Er ist etwas kleiner als Jupiter und gehört natürlich wie sein größerer Bruder zu den Gasriesen. Besonders auffallend ist bei Saturn das Ringsystem, welches auch schon in kleinen Teleskopen gesehen werden kann. Vor ca. vierhundert Jahren, als die Ringe zum ersten Mal beobachtet wurden, nahm man an, dass dies 'Henkel' seien. Erst einige Jahrzente später beschrieb ein anderer Astronom die Ringe richtig und wieder ein paar Jahrzente später entdeckte man, dass es mindestens zwei Ringe sein müssen, da ein Leerraum im Ring zu beobachten war. Dieser Leerraum wurde nach seinem Entdecker Cassini-Teilung genannt. Dank moderner Raumsonden wissen wir heute, dass das Ringsystem aus zahllosen Kleinstkörpern besteht, welche eine Größe von wenigen Millimetern bis einigen Metern annehmen. Doch die Ringe sind für weitere Überraschungen gut: Erst im Jahr 2006 wurde vom Saturn Orbiter Cassini ein weiterer schwacher Staubring entdeckt und 2009 wurde vom Weltraumteleskop Spitzer ein vom Hauptring unabhängiger Ring anhand seiner Infrarotstrahlung aufgespürt.

    

Saturn mit seinem prächtigen Ringsystem              Saturn im Teleskop gesehen und gezeichnet
Quelle: Hubble Space Telescope                                   Quelle: Uwe Schultheiß The Night Black White

Saturn aufzuspüren ist etwas schwieriger als Jupiter, da er aufgrund seiner etwas geringeren Größe und seiner Entfernung doch um einiges dunkler erscheint. Er spielt aber trotzdem noch in der Liga der hellsten Sterne am Firmament mit. Die unten verlinkte Karte zeigt den Himmelsausschnitt, wie er in den Frühsommermonaten von Süden bis Zenit (Zenit ist der Punkt senkrecht über dem Beobachter) am Abend zu sehen ist. Ausgehend vom Sternbild großer Wagen, welches über dem Beobachter prangt, arbeitet man sich zum Bärenhüter hinunter und erkennt schließlich Saturn und Spika in der Jungfrau. Hat man Saturn erfolgreich aufgespürt, hat man bereits Arktur und Spika sicher identifiziert. Regulus im Löwen erkennt man auch recht einfach - und schon hat man das Frühlingsdreieck am Firmament ausgemacht. Ein Tipp noch für alle Fernglasbesitzer: In einer dunklen Nacht ist schon mit bloßen Auge beim Sternbild Coma Berenices eine nebliche Ansammlung zahlreicher Sterne zu sehen. Im Feldstecher entfaltet sich dann der Coma-Sternhaufen Melotte 111 mit 37 Einzelsternen.



Aufsuchkarte für Saturn und Frühjahrsdreieck
Erstellt mit Stellarium


Astro-AG streicht Aufenthaltsraum

Die Astro-AG griff in den Osterferien nicht zu Teleskop und Fernglas, nein, Pinsel und Farbe durfte es sein. Jedoch nicht um etwa Ostereier anzustreichen sondern dem 'Astro-Zimmer', dem Aufenthaltsraum der Arbeitsgemeinschaft, einen neuen farblichen Akzent zu verpassen.

Impressionen:




Haben Sie's gewusst?

Am abendlichen Firmament sieht man momentan einen 'Stern', welcher heller ist als alle anderen sichtbaren Sterne. Dieser helle Lichtpunkt ist Jupiter. Versuchen Sie doch mal, diesen mit einem Fernglas, Spektiv oder Teleskop zu erblicken. Je nachdem mit welchen optischen Hilfsgerät Sie sich Jupiter annehmen, werden Sie ein mehr oder weniger großes Scheibchen sehen, welches von bis zu vier Lichtpünktchen umgeben wird, welche scheinbar auf einer Linie liegen. Diese Lichtpünktchen sind die Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto und wurden von Galileo Galilei vor 404 Jahren entdeckt. Aus diesem Grunde nennt man diese auch die Galileischen Monde. Im Teleskop offenbart Jupiter selbst mehrere Bänder, die Wolkenbänder in der Atmosphäre des Gasriesen.

Jupiter     Jupiter mit den Galileischen Monden

Jupiter mit Wolkenbändern       Die Galileischen Monde umgeben Jupiter
Quelle Bild: Wikipedia                   Quelle Bild: Stellarium



Komet Panstarrs März 2013

Im Juni 2011 ist ein nichtperiodischer Komet vom Pan-STARRS-Teleskop (Panoramic Survey Telescope And Rapid Response System) entdeckt worden und C/2011 L4 (Panstarrs) benannt. Kometen sind eisige Objekte, welche auf langen Ellipsen um die Sonne kreisen. Kommen sie der Sonne nahe, so können sich flüchtige Substanzen ablösen und einen Schweif ausbilden. Alljährlich sind dutzende Kometen mit Teleskopen aufspürbar, jedoch wurde bei Panstarrs ein Helligkeitsanstieg erwartet, dass der Komet sogar mit bloßem Auge am Abendhimmel sichtbar hätte sein können.

Hierzu haben wir eine Aufsuchkarte veröffentlich um Komet Panstarrs selbst verfolgen zu können (siehe unten). Leider ist der Komet ist trotz aller Ansagen recht schwach ausgefallen. Am 15.03.2013 konnte der Komet von einer geführten Gruppe im Rahmen des "Kids & Teens" Programms im Teleskop beobachtet werden. Mit bloßem Auge war der Komet sehr schwach am Westhorizont von der Dachplattform der Walther-Rathenau-Schule zu erkennen. Nun sind nur noch optische Hilfsmittel in der Lage den Kometen sichtbar zu machen.



Aufsuchkarte für Panstarrs
Erstellt mit Stellarium



2012

Besucherstatistik 2012

Abend der offenen Sternwarte ca. 250 Besucher
Sommerferienprogramm 53 Kinder und Jugendliche
Privatführungen 54 Besucher
Abschlussbild Sternwartenkuppel Besucher seit 09.01.2013:   110561   |   letztes Update: 29.06.2016   |    Sternwarte Schweinfurt    |    Impressum    |    Disclaimer