Lichtverschmutzung vermeiden

Um unnötige Lichtverschmutzung zu vermeiden sollten beim Anbringen von Außenbeleuchtung folgende einfache Regeln beachtet werden:

  • Notwendigkeit:
    Nur dort beleuchten, wo es tatsächlich notwendig ist (Auf unnötige Beleuchtung, wie z.B. Fassadenanstrahlung, Leuchtreklame oder Baumleuchten, verzichten!)
  • Dauer:
    Nur so lange beleuchten, wie es tatsächlich nötig ist (Zeitschaltung oder Bewegungsmelder verwenden!)
  • Stärke:
    Nur so hell beleuchten, wie es wirklich notwendig ist. Beleuchtungsstärke sinnvoll wählen.
    Beispiele für sinnvolle und völlig ausreichende Beleuchtungsstärken:
    – Parkplätze: 10 Lux
    – Gehwege: 5 Lux
    Diese Werte reichen völlig aus, um sicher zu gehen und sich zu orientieren. Eine Überschreitung dieser Werte bietet keine zusätzliche Sicherheit.
  • Ort:
    Leuchten so anbringen, dass sie nur den Bereich bestrahlen, der auch beleuchtet werden soll. Kein Licht über die Grundstücksgrenze zum Nachbarn oder in den öffentlichen Raum strahlen. Leuchte nicht zu hoch anbringen, damit der Lichtkegel nicht zu groß wird.
  • Farbe:
    Möglichst „amberfarbenes“ Licht mit einer Farbtemperatur von 1700 bis 2200 Kelvin oder „warmweißes“ Licht mit einer Farbtemperatur von höchstens 3000 K verwenden, besser nur 2700 K. (Insektenfreundliches Licht mit geringem Blauanteil)
    Außenbeleuchtung in den Lichtfarben „Kaltweiß“, „Neutralweiß“ oder „Tageslichtweiß“ unbedingt vermeiden!
  • Richtung:
    Nur von oben nach unten beleuchten, niemals von unten nach oben. Keine Abstrahlung oberhalb der Horizontalen! (Keine Kugelleuchten oder Bodeneinbaustrahler einsetzen)
Vergleich abgeschirmter und nicht abgeschirmter Beleuchtung
(Quelle: Wikipedia: Von Florian Schweidler (Tueftli) – Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14711540 )

Eine sehr schöne Beschreibung hierzu gibt es auch bei den Paten der Nacht:
https://www.paten-der-nacht.de/reduzierung-lichtverschmutzung/